Genie ZX-135/70 mieten – Präzision in 43 Metern Arbeitshöhe
Genie ZX-135/70 mieten – Präzision in 43 Metern Arbeitshöhe
- Arbeitshöhe
- 43,15 m
- Tragkraft
- 272 kg
- Seitliche Reichweite
- 21,26 m
- Plattformhöhe
- 41,15 m
- Maße
- 12,93 m x 2,49 m x 3,09 m
- Gewicht
- 20.502 kg
- Marke
- Genie
- Modell
- ZX 135/70
- Antrieb
- Diesel
- Artikelbezeichnung
- GTD-431
Die Genie ZX-135/70 ist keine Maschine für jede Baustelle. Sie ist die Antwort auf eine spezifische Frage: Wie kommt ein Monteur in 40 m Höhe an einen Punkt, der 20 m horizontal von der Aufstellfläche entfernt liegt – über einem Hindernis, ohne die Bühne umzusetzen? Wer dieses Problem hat, findet hier die Lösung. Wer es nicht hat, ist mit einer kleineren Maschine besser beraten. Dieser Artikel erklärt, wann sich die Miete der ZX-135/70 lohnt, was technisch möglich ist und worauf Bauleiter bei der Anfrage achten sollten.
Die technologische Speerspitze der Diesel-Gelenkteleskopbühnen
Die ZX-135/70 kombiniert drei Konstruktionsmerkmale, die sie von herkömmlichen Teleskopbühnen wie der Genie SX-Serie abheben: einen vollwertigen Knickausleger mit zusätzlichem Riser, einen teleskopierbaren Korbarm (Jib-Extend) und ein verstellbares X-Chassis. Während eine Teleskopbühne nur in einer geraden Linie ausfährt, erlaubt die Gelenk-Geometrie ein Übergreifen über Hindernisse – Dachvorsprünge, Geländer, Rohrleitungen, Kühltürme.
Konkret heißt das: Bei der ZX-135/70 ergibt sich aus 43,15 m Arbeitshöhe und 21,26 m maximaler seitlicher Reichweite ein Arbeitsbereich, den eine reine Teleskopbühne in dieser Größenordnung nicht abdeckt. Der Knickausleger lässt sich anwinkeln, ohne dass die Maschine bewegt werden muss. Bei der Brückeninspektion oder beim Stahlbau in Hallenkonstruktionen ist genau das der entscheidende Vorteil – jeder Umsetzvorgang kostet Zeit und Personalbindung.
Die Maschine ist ausschließlich für den Außenbereich freigegeben. Wer eine vergleichbare Reichweite emissionsfrei für den Innenbereich sucht, ist in dieser Größenordnung auf andere Bauarten verwiesen.
Maximale Flexibilität durch das Jib-Extend-System
Der teleskopierbare Korbarm ist das Detail, das die ZX-135/70 in der Praxis besonders ausspielt. Statt eines starren Jibs verfügt die Maschine über einen Korbarm, der sich von 3,66 m auf 6,10 m ausfahren lässt – also rund 2,4 m zusätzliche Reichweite genau dann, wenn die Hauptauslegerstellung bereits am Limit ist. Der vertikale Schwenkbereich des Jibs liegt bei 110°.
Praktisch bedeutet das: Wenn der Monteur einen Punkt unter einem Vorsprung erreichen muss, fährt der Hauptausleger über die Kante, der Jib wird abgesenkt und ausgefahren. Bei festen Korbarmen ohne Teleskopfunktion kostet derselbe Arbeitspunkt oft eine zusätzliche Maschinenpositionierung – inklusive Sichern der neuen Aufstellfläche, Lastdiagrammprüfung und erneutem Aufrüsten.
Im Korb selbst stehen zwei Plattform-Optionen zur Wahl:
1,83 m Stahlplattform mit Seitenschwingtür – die kompaktere Variante für beengte Anfahrtssituationen
2,44 m Stahlplattform mit dreiseitigem Einstieg und Seitenschwingtür – mehr Bewegungsraum für zwei Monteure plus Material
Die Plattform-Tragfähigkeit liegt bei 272 kg. Das reicht für zwei Personen plus Werkzeug, schließt aber schweres Montagematerial wie Stahlplatten oder größere Verbindungselemente weitgehend aus. Wer höhere Korblasten benötigt, sollte alternative Schwerlast-Modelle prüfen – die ZX-135/70 ist in dieser Disziplin auf Reichweite, nicht auf Last optimiert.
Standsicherheit und Manövrierbarkeit: Das Mini Genie X-Chassis
Eine Maschine mit 43 m Arbeitshöhe braucht eine entsprechende Aufstandsfläche. Das Genie X-Chassis löst das Spannungsfeld zwischen Standfestigkeit im Einsatz und Transportierbarkeit über variable Achsbreite. Im Arbeitseinsatz fahren die Achsen aus, die Maschine erhält ihre maximale Standspur. Für den Transport werden die Achsen wieder eingefahren, das Gerät passt auf einen Standard-Tieflader.
Der Vorteil zeigt sich bei beengten Baustellenzufahrten. Wo eine Maschine mit fixer Achsbreite an einer 2,55-m-Engstelle stehen bleibt, kommt die ZX-135/70 mit eingefahrenem X-Chassis durch. Vor Ort wird dann ausgefahren – der Vorgang dauert wenige Minuten und ist Teil der Standardrüstarbeiten.
Der Oberwagen rotiert kontinuierlich um 360°. Es gibt keinen Endanschlag, der bei aufwendigen Positioniervorgängen ein Zurückdrehen erzwingt. Für Inspektionsfahrten entlang einer Fassade oder Brücke erlaubt das ein durchgängiges Arbeiten ohne Unterbrechung.
Geländegängigkeit und Allradantrieb
Auf der Baustelle entscheidet sich an drei Punkten, ob eine Bühne wirklich einsatzbereit ist – Antrieb, Lenkung, Achsenverhalten. Die ZX-135/70 setzt hier:
Permanenter Allradantrieb – die Motorleistung verteilt sich auf alle vier Räder. Auf Schotter, weichem Boden oder bei Nässe ist das die Voraussetzung, um die Maschine überhaupt sicher in Position zu fahren.
Vier Lenkarten – Vorderachslenkung für normale Fahrt, Hinterachslenkung für engen Wendekreis, Krebsgang für seitliches Versetzen ohne Kurvenbewegung, koordinierte Allradlenkung für maximale Manövrierbarkeit.
Aktives Pendelachssystem – Bodenwellen werden mechanisch ausgeglichen, sodass alle vier Räder im Bodenkontakt bleiben. Ohne diese Funktion wäre auf typischem Baustellenuntergrund kein sicheres Stehen möglich.
Steigfähigkeit bis 45 % – der Wert gilt für die Fahrt mit eingefahrenem Ausleger. Beim Arbeiten in der Höhe ist die Maschine über das X-Chassis und den Neigungssensor zu nivellieren.
Die Reifen sind mit Offroad-Profil ausgestattet. Für reine Hallennutzung wäre das ungeeignet – hier zeigt sich nochmal die klare Auslegung der Maschine auf Außeneinsätze.
Einsatzgebiete der ZX-135/70 in Industrie und Infrastruktur
Eine Maschine dieser Klasse wird selten für kurze Arbeiten gemietet. Typische Anwendungsfelder:
Brückeninspektion und -instandhaltung – die Kombination aus großer seitlicher Reichweite und Jib-Extend erlaubt das Anfahren von Brückenuntersichten, Pfeilern und Lagerstellen, ohne unter der Brücke arbeiten zu müssen.
Stahl- und Hallenbau – beim Setzen von Trägern in 30 bis 40 m Höhe sind Übergreifbewegungen über bereits montierte Strukturen oft unvermeidlich. Die ZX-135/70 erspart das Umsetzen.
Kraftwerks- und Kühlturm-Wartung – klassischer Einsatzfall für „Up-and-Over“-Geometrie. Komponenten an gekrümmten Strukturen werden über Vorsprünge hinweg erreicht.
Industriekamine und Schornsteine – Reichweiten über 40 m ermöglichen Inspektionen bis weit in den oberen Schaftbereich.
Hohe Fassaden und Glaskonstruktionen – wo Gerüstaufbau wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, etwa bei kurzen Einsätzen oder schwierigen Geometrien, liefert die ZX-135/70 die notwendige Höhe und Beweglichkeit.
In allen Fällen gilt: Die Maschine ist eine Investition in Reichweite. Wer mit 28 m Arbeitshöhe auskommt, fährt mit einem kompakteren Modell wie der Magni DAB28RT logistisch und kostentechnisch besser.
Logistik, Transport und Liefergebiete
Der Transport einer ZX-135/70 ist nicht trivial. Die Maschine wiegt deutlich über 20 Tonnen und benötigt einen entsprechenden Tieflader. Luibl betreibt eine eigene Tiefladerflotte – relevant, weil externe Speditionen für Großgeräte oft mehrtägige Vorlaufzeiten verlangen. Bei termingebundenen Großbaustellen ist das die häufigste Quelle für Verzögerungen.
Liefergebiete: Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Italien, Ungarn, Luxemburg und weitere europäische Länder – aus einem Netzwerk von über 200 Standorten.
Service während der Mietdauer: Bei Großgeräten ist die Verfügbarkeit eines technischen Ansprechpartners besonders relevant. Monteure können auf Anforderung zur Einweisung oder zur Störungsbeseitigung gestellt werden.
Langzeitmiete: Bei Projekten über mehrere Monate – etwa Großbaustellen mit dauerhaftem Bedarf – sind Langzeitkonditionen einschließlich UVV-Prüfung und jährlicher Wartung verfügbar.
Vor der Miete: Bedienberechtigung und Vorschriften
Wer eine Hubarbeitsbühne dieser Klasse bedient, braucht den Befähigungsnachweis nach DGUV Grundsatz 308-008. Inhaltlich vorgeschrieben sind theoretische Unterweisung, praktische Übung und schriftliche Beauftragung durch den Arbeitgeber.
International gefordert wird die IPAF PAL-Card Kategorie 3b (Boom/Auslegerbühnen mit Selbstfahrfunktion) – bei Großbaustellen mit internationalen Generalunternehmern oft als Mindestvoraussetzung im Sicherheitsplan verankert.
Weitere Regelwerke:
DGUV Regel 100-500, Kapitel 2.10 – Betreiben von Hubarbeitsbühnen
DIN EN 280 – Sicherheitsanforderungen, Berechnungen und Prüfungen für fahrbare Hubarbeitsbühnen
BetrSichV – Betriebssicherheitsverordnung als rechtlicher Rahmen für Bereitstellung und Nutzung
Österreich (AUVA / AM-VO) – Arbeitsmittelverordnung mit den entsprechenden Vorgaben
Vor jedem Arbeitstag ist eine Sicht- und Funktionsprüfung Pflicht. Die jährliche UVV-Prüfung durch eine befähigte Person liegt bei Mietgeräten von Luibl bei Auslieferung dokumentiert vor.
FAQ: Häufige Fragen zur Miete der Genie ZX-135/70
Welche Transportbreite hat die Genie ZX-135/70?
Mit eingefahrenem Mini Genie X-Chassis ist die Maschine auf Standard-Tieflader-Maße transportfähig. Die genauen Werte variieren in Detailpunkten je nach Konfiguration – konkrete Maße werden im Mietangebot mitgeliefert. Vor Ort wird das Chassis für den Arbeitseinsatz dann ausgefahren.Wie groß ist der Schwenkbereich des Jib-Extend?
Der vertikale Schwenkbereich beträgt 110°. Die Korbarm-Länge selbst ist von 3,66 m auf 6,10 m teleskopierbar. Der Oberwagen rotiert zusätzlich endlos um 360° ohne Endanschlag.Kann die Genie ZX-135/70 unter Flur arbeiten?
Die Maschine bietet eine negative Reichweite und kann den Korb unterhalb der Aufstellebene positionieren – relevant bei Brückenuntersichten oder Hangarbeiten. Die genaue maximale negative Reichweite hängt von der konkreten Auslegerstellung und dem Einsatzpunkt ab und sollte im Vorgespräch anhand der Baustellengeometrie abgeklärt werden.Welche Korblast ist zulässig?
272 kg in der Plattform. Das entspricht zwei Personen mit Werkzeug und leichter Materialausstattung. Bei höheren Anforderungen empfiehlt sich die Prüfung alternativer Schwerlast-Modelle.Wie viele Personen dürfen gleichzeitig auf der Plattform stehen?
Bis zu zwei Personen, wobei die Gesamtkorblast von 272 kg nicht überschritten werden darf.Welche Lenkarten stehen zur Verfügung?
Vorderachslenkung, Hinterachslenkung, Krebsgang für seitliches Fahren und koordinierte Allradlenkung für minimalen Wendekreis.Projektberatung anfordern
Bei einer Maschine wie der ZX-135/70 entscheidet die Vorklärung über Reichweite, Hindernisgeometrie und Aufstellfläche darüber, ob die Miete wirtschaftlich sinnvoll ist. Eine kurze Beschreibung des Einsatzes – Arbeitshöhe, seitlicher Übergriff, Aufstellsituation – reicht meist für eine erste Einschätzung. Direkter Kontakt zum Mietteam: https://www.luibl.eu/kontakt/