
Fünf Hebeaufgaben zwischen Rhein, Mosel und Festungshang
Fünf Aufgaben, mit denen Koblenzer Betriebe auf uns zukommen
Instandsetzung an Festungs- und Stützmauern. Rund um die Höhen über dem Deutschen Eck stehen Mauerwerksflächen an, die nur über schmale Wege und Serpentinen erreichbar sind. Zu heben sind Natursteinquader, Gerüstmaterial und Ausrüstung für die Fugensanierung — auf Standplätzen, die selten eben und fast nie großzügig sind.
Erschließung in den Steillagen des Rhein- und Moselweinbaus. Für Materialseilbahnen, Monorackanlagen, Stützpfähle und Wegebefestigungen müssen Bauteile im Hang gesetzt werden. Der Untergrund ist Schieferverwitterung, der Zugang eine Wirtschaftsweg-Breite.
Technikwechsel auf Bundeswehr- und Behördenliegenschaften. Klimageräte, Notstromaggregate, Trafos und Schaltanlagen sollen in Bestandsgebäuden getauscht werden — meist in Innenhöfen, häufig mit Zutrittsregelung und definierten Arbeitszeitfenstern.
Arbeiten in den Gassen der Altstadt und am Moselufer. Fenster- und Türelemente, Werbeanlagen, Gastronomietechnik: Einsätze, bei denen der Standplatz zwischen Bordstein und Hauswand liegt und der Verkehr weiterläuft.
Dach- und Aufbautenmontage über Rhein- und Moselufer. Lüftungs- und Aufzugstechnik, Geländer, Stahlbauteile, die von einer schmalen Uferstraße aus über eine Traufkante gesetzt werden müssen.
Was diese fünf Aufgaben technisch verbindet
Auf den ersten Blick haben Festungsmauer und Weinbergsteillage wenig gemeinsam. Technisch laufen sie auf dieselben vier Größen hinaus.
Geneigter oder nachgiebiger Standplatz. In fast keinem der Fälle steht der Kran auf ebener, tragfähiger Fläche. Die variable Abstützung der Raupenkrane gleicht Neigungen und unterschiedliche Höhen der Stützpunkte aus; entscheidend ist, dass die tatsächliche Höhendifferenz und die Beschaffenheit des Bodens vorab bekannt sind.
Zugang unterhalb der Autokran-Schwelle. Serpentine, Wirtschaftsweg, Gasse, Innenhof — überall unterschreitet die nutzbare Breite das, was ein Mobilkran mit ausgefahrener Abstützung braucht. Gummiraupenfahrwerke fahren dort selbst hin, auch über Stufen und unebenes Gelände.
Hindernis zwischen Kran und Last. Mauerkrone, Hangkante, Traufe, Hofmauer: Der Weg der Last ist selten senkrecht frei. Das bestimmt die Bauart — Knickarm oder Teleskop mit abwinkelbarer Spitze — mehr als die Traglastzahl.
Auslage vor Gewicht. Die Lasten liegen in diesen Fällen selten an der Kapazitätsgrenze. Was die Geräteklasse festlegt, ist der Abstand, über den gehoben wird. Die maximale Tragkraft eines Krans gilt nur bei kurzer Auslage und niedriger Hubhöhe; jeder Meter nach außen kostet zulässige Last.
Geräte und Zubehör für diese Fälle
Drei Maschinen decken das Koblenzer Aufgabenfeld weitgehend ab.
Der Maeda MK1033CW1 (MIK-1033) ist ein Knickarm-Spinnenkran mit 995 kg Traglast, 11,30 m Hubhöhe und 2.300 kg Eigengewicht, hybrid angetrieben. Seine Eigenschaft, über Störkanten hinwegzuarbeiten, ist genau das, was an Mauerkronen und Hofmauern gebraucht wird: Der Arm knickt über das Hindernis, statt es umfahren zu müssen.
Der SPT299 (MIK-299) hebt 2.950 kg bei 14,50 m Hubhöhe und wiegt selbst nur 2.750 kg. Dieses Verhältnis aus Kapazität und Eigengewicht macht ihn für Hang- und Wegeeinsätze interessant, bei denen jede Tonne Gerätegewicht auf dem Weg zur Einsatzstelle ein Argument ist.
Der Maeda MC405C-3 (MIK-405) mit 3.830 kg und 16,80 m kommt dort zum Einsatz, wo Höhe und Last gleichzeitig zunehmen — etwa beim Setzen von Stahlbauteilen auf Dachebene.
Ein typischer Fall aus dem Weinbau: Für die Erneuerung einer Materialseilbahn in einer Steillage über der Mosel steht regelmäßig die Aufgabe, Stützenfundamente und Antriebseinheiten im Hang zu setzen. Der Weg zum Standort ist ein Wirtschaftsweg, das Gelände fällt quer zur Fahrtrichtung ab, die Last muss über die Hangkante hinweg abgesetzt werden. Hier fährt der SPT299 eigenständig an, wird mit ungleich hohen Stützen im Hang aufgestellt und arbeitet mit ausreichender Auslage über die Kante. Ausschlaggebend ist nicht das Bauteilgewicht, sondern die Kombination aus geringem Eigengewicht für den Weg und nutzbarer Reichweite am Ziel.
Beim Zubehör spielt der Spitzenausleger in Koblenz die Hauptrolle: Die abwinkelbare Kranspitze führt die Last über Dachkanten, Mauerkronen und Hangoberkanten hinweg. Für Verglasungen — etwa an Bürobauten am Uferbereich — steht die Vakuumhebetechnik mit bis zu 1.200 kg Tragkraft bereit, gesteuert über die Funkfernbedienung des Krans. Wo auf fertigen Böden gearbeitet wird, kommen die weißen Non-Marking-Ketten zum Einsatz, die keinen Abrieb hinterlassen.
Konditionen und Absicherung
Wir vermieten im Dry-Hire, also ohne Bedienpersonal und ausschließlich an fachkundige Unternehmen, die qualifiziertes Personal nachweislich selbst stellen. Damit bleiben die Betreiberpflichten dort, wo sie hingehören: Gefährdungsbeurteilung, Eignung und Beauftragung der Bediener sowie die Prüfung der Aufstellbedingungen liegen nach BetrSichV und den DGUV-Vorschriften beim mietenden Unternehmen. Bei der Übergabe weisen wir Ihr Personal technisch in die Maschine ein.
Die Laufzeiten sind gestaffelt: Tagesmiete, Wochenmiete und vergünstigte Langzeittarife. Eine Maschinenbruchversicherung ist obligatorisch; ihr Selbstbehalt ist fest definiert und wird im Angebot benannt. Die Auslieferung erfolgt vorrangig über unseren eigenen Tiefladerfuhrpark, bei Kapazitätsengpässen über qualifizierte Speditionspartner. Transportkosten weisen wir distanzabhängig und separat aus — bei Einsatzorten in Hang- und Höhenlage lohnt es sich, den letzten erreichbaren Abladepunkt vorher zu klären.
Anfrage
Für ein belastbares Angebot genügen zunächst vier Angaben: das schwerste zu hebende Teil, der waagerechte Abstand zwischen Kranstandplatz und Lastposition, die Hubhöhe sowie eine Beschreibung des Zugangs mit der engsten Stelle. Fotos vom Standplatz und vom Hindernis, über das gehoben werden soll, ersparen meist eine Rückfrage.
Auf Liegenschaften mit Zutrittsregelung und in Steillagen mit saisonalen Bewirtschaftungszeiten empfiehlt sich eine frühzeitige Disposition, damit Anlieferung und Arbeitsfenster zusammenpassen.
Die vollständige Geräteübersicht steht unter luibl.eu/mieten/krane/minikran/. Ihre Projektdaten nehmen wir über das Kontaktformular entgegen — mit dem Stichwort Koblenz und dem geplanten Zeitraum.