
Minikran mieten in München: die richtige Traglastklasse für Innenhof, Klinik und Messehalle finden
Drei Werte, die man nicht getrennt lesen darf
Bei fast jeder Anfrage aus München beginnt das Gespräch mit einer einzigen Zahl: dem Gewicht der Last. Sie allein trägt die Entscheidung aber nicht. Erst das Zusammenspiel von Traglast, Auslage und Hubhöhe ergibt, ob eine Maschine die Aufgabe löst.
Der Grund liegt in der Physik des Auslegers. Was ein Kran dicht am Mast noch hält, schafft er auf voller Ausladung längst nicht mehr — die maximale Tragkraft gilt nie über den gesamten Arbeitsbereich. Ein Gerät der 3-Tonnen-Klasse ist also kein 3-Tonnen-Gerät an jedem Punkt seines Diagramms.
Praktisch heißt das: Wir brauchen nicht „drei Tonnen", sondern die Kombination. Wie schwer ist das Teil, wie weit muss es vom Aufstellpunkt weg, und auf welche Höhe? Kommt in Münchner Blockinnenhöfen noch eine vierte Größe hinzu: die Fläche, die für die Abstützung überhaupt zur Verfügung steht. In Gründerzeitquartieren ist der Hof oft von Nebengebäuden, Fahrradstellplätzen und Baumscheiben belegt, sodass sich die Stützbasis nicht symmetrisch aufbauen lässt. Die variable Abstützung unserer Raupenkrane fängt das ab, reduziert aber je nach Stellung die zulässige Last in der betroffenen Richtung.
Welche Klasse zu welcher Münchner Aufgabe gehört
Unter einer Tonne: Gebäudeinneres und Etagenbau. Der Maeda MC104C (MIK-104) hebt 995 kg auf 5,50 m und wiegt selbst 1.105 kg. Sein reiner 400-V-Elektroantrieb erzeugt am Einsatzort keinen Abgasausstoß — der entscheidende Punkt überall dort, wo im laufenden Betrieb gearbeitet wird. Im Hochschul- und Klinikbau, wo Technikzentralen im Bestand saniert werden, während nebenan der Betrieb weiterläuft, ist das keine Komfortfrage, sondern Zulassungsvoraussetzung. Mit 0,60 m Breite passiert die Maschine Standardtüren und Flurschleusen.
Um drei Tonnen: Fassade, Innenhof, Bestandssanierung. Der SPT299 (MIK-299) bringt 2.950 kg Traglast bei 14,50 m Hubhöhe mit und wiegt dabei nur 2.750 kg — ein Leistungsgewicht, das ihn für Höfe qualifiziert, in denen Deckenlasten über Tiefgaragen oder Kellergewölben begrenzt sind.
Ein typischer Hofeinsatz. Für eine Fassaden- und Balkonsanierung im Blockinnenhof eines Gründerzeitviertels steht regelmäßig die Aufgabe, Betonfertigteile und Stahlkonsolen bis ins dritte Obergeschoss zu setzen. Zur Straße hin ist die Aufstellung eines Autokrans ausgeschlossen: Der Altstadtring und die Zubringer sind in den Kernzeiten nicht sperrbar, und eine Halteverbotszone deckt die Schwenkfläche nicht ab. Bleibt der Hof — erreichbar über eine Tordurchfahrt von gut zwei Metern lichter Breite. Ein Gerät, das diese Durchfahrt passiert, sich im Hof auf wenigen Quadratmetern abstützt und trotzdem 14,50 m Hubhöhe erreicht, löst die Aufgabe ohne Straßensperrung. Genau dafür fällt die Wahl auf den SPT299.
Übertragen lässt sich daraus eine Faustregel für Münchner Hofsituationen: Nicht die größte Maschine, die theoretisch hineinpasst, ist die richtige, sondern die kleinste, die den Hub bei der tatsächlichen Auslage noch mit Reserve schafft. Jede Klasse mehr kostet Rangierraum, Stützfläche und Transportaufwand.
Knapp vier Tonnen: Aufbauten und Stahlbau mit Reichweite. Wo Höhe und Last gleichzeitig steigen — Lüftungszentralen auf Zwischendecks, Stahlbauteile in Hallenaufbauten auf dem Messegelände in Riem — liegt der Maeda MC405C-3 (MIK-405) mit 3.830 kg und 16,80 m richtig.
Was Anbaugeräte an der Klassengrenze herausholen
Manchmal ist nicht die nächstgrößere Maschine die Lösung, sondern das passende Anbaugerät.
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Spitzenausleger (Fly-Jib): Die abwinkelbare Kranspitze führt die Last über ein Hindernis hinweg — Dachkante, Attika, Rohrbrücke. Statt die Maschine näher heranzufahren, was in engen Höfen oft gar nicht geht, verändert sich die Geometrie des Hubs.
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Vakuumhebetechnik: Glassauger mit Tragkräften bis 1.200 kg, gesteuert über die Funkfernbedienung des Krans. Für Verglasungen in Klinik- und Institutsgebäuden die Methode, die ohne zusätzliche Anschlagpunkte am Element auskommt.
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Weiße Non-Marking-Ketten: abriebfreie Gummiketten für Hallenböden, Industriebeschichtungen, Fliesen und Parkett — überall dort, wo der Boden bereits fertiggestellt ist.
Vier Denkfehler bei der Geräteauswahl
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Katalogwert gleich Arbeitswert. Wer die Maximaltraglast als Planungsgröße nimmt, bestellt regelmäßig zu klein. Maßgeblich ist der Wert im Diagramm bei der tatsächlichen Auslage.
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Nur die Höhe planen. Die Hubhöhe reicht, die Auslage nicht — dieser Fall tritt in tiefen Höfen häufig auf, weil die Maschine nicht dorthin gefahren werden kann, wo sie idealerweise stünde.
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Eigengewicht übersehen. Über Tiefgaragen, Kellerdecken und in Isar-nahen Lagen mit weichem, grundwassernahem Untergrund ist das Maschinengewicht mitentscheidend. Es bestimmt außerdem, welcher Tieflader die Anlieferung fährt.
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Die Zufahrt zuletzt prüfen. Die Reihenfolge ist umgekehrt: erst die Engstellen messen, dann die Klasse festlegen. Ein Kran, der nicht an den Lastpunkt kommt, nützt auch mit doppelter Reserve nichts.
Angebot für Ihr Münchner Projekt
Vermietet wird im Dry-Hire — ohne Bedienpersonal und ausschließlich an fachkundige Unternehmen, die qualifiziertes Personal nachweislich stellen. Bei der Übergabe weisen wir dieses Personal technisch in die Maschine ein. Gefährdungsbeurteilung, Einsatzfreigabe und die Pflichten nach BetrSichV sowie den DGUV-Vorschriften verbleiben beim Betreiber, also bei Ihnen.
Die Tarife sind nach Laufzeit gestaffelt, von der Tagesmiete bis zur vergünstigten Langzeitmiete für zusammenhängende Bauabschnitte. Eine Maschinenbruchversicherung mit fest definiertem Selbstbehalt gehört obligatorisch dazu. Transportiert wird mit eigenem Tieflader-Fuhrpark, bei Engpässen über qualifizierte Speditionspartner; die Kosten dafür stehen distanzabhängig und separat im Angebot.
Weil Hofeinsätze in München fast immer mit Nachbarschaft, Anliegerverkehr und Bauzeitfenstern verzahnt sind, lohnt sich die frühzeitige Abstimmung. Nennen Sie uns Lastdaten, Durchfahrtsmaße und Aufstellfläche: Beratung und Angebot anfragen